Kosmetiklexikon
Absorptionsmittel
Mittel, die (wasser- und/oder öllösliche) aufgelöste oder fein verteilte Substanzen aufnehmen.
Acidität
Säurestärke.
Adstringenzien
Saure Behandlungsmittel mit Gerb- und Bitterstoffen, die Haut und Poren zeitweise durch Eiweißfällung verdichten.
Adstringieren
Haut straffen, Poren überdecken, verengen.
Aerosole
Feinste Feststoff- oder Flüssigkeitsteilchen, in Luft verteilt.
AHA
Alpha-Hydroxyacid, eine Hydroxycarbonsäure (organische Säure, z. B. Zitronensäure).
Ätherisch
Flüchtig, leicht verdampfend.
Alkali
Lauge, Base.
Alkalisch
Laugenhaft, basisch, pH-Wert über 7.
Allergene
Stoffe, die Allergien auslösen können.
Ampholyte
Besonders milde und hautschonende Reinigungs- und Pflegemittel.
Androgene
Männliche Geschlechtshormone.
Antimikrobielle Stoffe
Stoffe, die auf der Haut die Aktivitäten von Mikroorganismen verringern.
Antioxidanzien
Verbindungen (z. B. Vitamine A, C, E), die Inhaltsstoffe wie Fette und Öle in kosmetischen Zubereitungen vor dem Ranzigwerden schützen.
Antistatika
Mittel, die eine elektrostatische Aufladung von Haut und Haar verhindern oder verringern.
Antitranspirantien
Kosmetika mit schweißhemmender Wirkung.
Antiseptisch
Keimtötend.
Bakterizid
Substanz, die Bakterien abtötet.
Base
Lauge oder alkalisch reagierende Flüssigkeit.
Biokatalysatoren
Biologische Wirkstoffe, welche chemische Reaktionen im Organismus beschleunigen (z. B. Enzyme, Vitamine).
Camouflage
Schminktechnik mit stark deckenden, wasserfesten Präparaten zum Kaschieren von Hautanomalien.
Coloration
Färbung.
Denaturiert
Strukturell verändert oder vergällt.
Deodorantien, Desodorantien
Keimhemmende Wirkstoffe, die verzögernd auf die bakterielle Zersetzung des Körperschweißes wirken.
Derivate
Abkömmlinge von chemischen Verbindungen.
Emollientien
Mittel zum glätten und geschmeidig halten der Haut.
Emulgatoren
Kosmetische Hilfsstoffe zur stabilisierung von Emulsionen.
Emulsion
Haltbare Mischung aus Öl (Fett) und Wasser, flüssig oder cremig.
Enzyme
Körpereigene Wirkstoffe, die den Abbau von Nahrungsmitteln und den Aufbau körpereigener Substanzen durchführen.
Epidermis
Oberste Hautschicht, Oberhaut.
Epithel
Deck- und Drüsengewebe.
Ester
Chemische Verbindungen aus Säure und Alkohol.
Filmbildner
Mittel, die einen schützenden, Wasser abweisenden Film bilden.
Fotosensibilisierung
Gesteigerte Lichtempfindlichkeit durch Substanzen, die unter Lichteinfluss die Haut stark reizen.
Freie Radikale
Moleküle mit aggressivem Verhalten, die sich besonders unter Sonnenbestrahlung auch in der Haut bilden, und zu ihrer Alterung beitragen. Schutz: Radikalfänger, z. B. Vitamin E.
Fungistatikum
Chemisches Mittel, das Kleinpilze nicht abtötet, jedoch deren Wachstum und Vermehrung hemmt.
Fungizid
Chemischer oder biologischer Wirkstoff, der Pilze und deren Sporen abtötet.
Gemenge
Zusammenmischung zweier Stoffe, die keine Verbindung miteinander eingehen, unverändert bleiben, und sich wieder trennen lassen.
Homogen
Gleichartig, gleichwertig, einheitlich.
Hydrolipidfilm
Oberflächenfilm der Haut, besteht aus Verhornungsprodukten der Epidermis und aus Sekretionsprodukten (Schweiß und Talg).
Hydrophil
Wasserlöslich, wasserfreundlich.
Hydrophob
Wasser abweisend, wasserfeindlich.
INCI
Internationale Nomenclature Cosmetic Ingredients, einheitliche internationale lateinisch/englische Bezeichnung kosmetischer Inhaltsstoffe.
Indikator
Anzeiger für den Zustand einer chemischen Lösung durch farbige Veränderung, z. B. Indikatorpapierstreifen zur Bestimmung des pH-Wertes.
Ingredienzien
Inhaltsstoffe, Bestandteile.
Katalysatoren
Stoffe, die chemische Reaktionen auslösen oder beschleunigen, ohne sich dabei selbst zu verbrauchen. Diesen Vorgang nennt man Katalyse.
Keratin
Komplizierte Eiweißverbindungen mit hoher Widerstandsfähigkeit gegen chemische und physikalische Einflüsse. Hauptbestandteil der Nägel, Haare und Hornschicht.
Keratolytisch
Hornlösend.
KMVO
Kosmetikmittelverordnung.
Konditionierer
Mittel zur Verbesserung der Kämmbarkeit des Haares.
Kollagen, Collagen
Eiweißsubstanzen, die Wasser im Gewebe binden.
Lanolin
Mischung aus Wollwachs, Wasser und Paraffin. Verwendung z. B. in Emulsionen zur Haut- und Haarpflege.
Lichtfilter
Inhaltsstoffe von Lichtschutzmitteln, die als chemische Filter UV-Licht absorbieren, oder als physikalische Filter UV-Licht reflektieren.
Lipide
Fette und fettähnliche Stoffe.
Liposomen
Mikroskopisch kleine, mit Wirkstoffen gefüllte Hohlkugeln, die Transportmittel und Wirkstoff zugleich sind.
Lipoide
Fettähnliche Stoffe.
Lipophil
Fettlöslich, fettfreundlich.
Liquid
Flüssig.
Lotion
Wässrige oder wässrig-alkoholische Lösung, zur Reinigung und Pflege der Haut.
Maske
Antrocknende Präparateauflage, die einen Wärme- und Feuchtigkeitsstau darunter bewirkt.
Melanin
Brauner Haut- bzw. Haarfarbstoff.
Molekül
Kleinstes Teil einer chemischen Verbindung, bestehend aus mindestens zwei gleichen oder unterschiedlichen Atomen.
Neutralisation
Aufhebung der Wirkung eines Stoffes durch den Einsatz eines anderen Stoffes.
NMF
Natural Moisturizing Factor, Feuchtigkeitsbindende Stoffe. Diese Substanzen kommen auch natürlich in der Oberhaut vor.
O/W
Öl in Wasser Emulsion, feuchtigkeitsreich.
Okklusiv
Effekt, der die Hautoberfläche nach außen hin abdichtet, so dass keine hauteigene Feuchtigkeit mehr abgegeben werden kann.
Oxidation
Verbindung eines Stoffes mit Sauerstoff oder Abspaltung von Wasserstoff.
Oxid
Oxidationsprodukt.
Oxygenium
Sauerstoff.
Ozon
Gasförmige Verbindung aus drei Sauerstoffatomen. Wirkt desinfizierend und bleichend.
Packung
Weich bleibende, Luftdurchlässige, cremige oder breiige Präparateauflage mit Kühlwirkung.
Paraffin, Paraffinöle
Mineralfette, festes oder flüssiges Gemisch aus gesättigten Kohlenwasserstoffen. Bestandteil des Erdöls.
Pastellfarben
Durch Weiß aufgehellte Klarfarben.
pH-Wert
Messwert zur Bestimmung der sauren, neutralen oder alkalischen Reaktion einer Lösung.
Phytohormone
Pflanzliche Wirkstoffe mit hormonähnlichen Wirkungen.
Pigmente
Natürliche Farbstoffe in Geweben, werden als unlösliche organische oder anorganische Partikel z. B. in Nagellack und Make-up verwendet.
Prävention
Vorbeugende Maßnahme.
Proteasen
Enzyme, die z. B. in Peelings als hautschälende Mittel eingesetzt werden.
Puffersubstanzen, Pufferstoffe
Diese Stoffe verhindern unerwünschte pH-Änderungen.
Radikalfänger
Substanzen, die freie Radikale binden und dadurch unschädlich machen bzw. die Oxidation von Stoffen verhindern.
Reduktion
Gegenteil von Oxidation. Entzug von Sauerstoff oder Aufnahme von Wasserstoff.
Schleifmittel
Diese Mittel werden z. B. in Peelings und Zahncremes verwendet. Sie dienen zum entfernen von Materialien von verschiedenen Körperoberflächen.
Sebum
Talg.
Spreitmittel
Diese Mittel befähigen Stoffe, sich auf Haut, Haar, Nagel auszubreiten und in diese einzudringen.
Stabilisatoren
Stoffe zur Verbesserung der Haltbarkeit.
Subtraktive Farbmischung
Die Mischung von Körperfarben ergibt stets eine dunklere Farbe.
Suspension
Flüssigkeit mit ungelösten Feststoffteilchen.
Syndets
Synthetische Detergenzien. Waschmittel aus synthetischen waschaktiven Substanzen (WAS).
Tenside
Stoffe, die in wässrigen Lösungen die Oberflächenspannung herabsetzen.
Tonisierend
Kräftigend.
Trübungsmittel
Mittel, die durchsichtige oder durchscheinende kosmetische Produkte undurchdringlicher für Licht machen.
Vergällung
Durch Vergällung wird ein Stoff ungenießbar gemacht, z. B. Alkohol.
Virustatische Wirkung
Hemmt die Vermehrung von Viren.
Viskosität
Zähigkeitsgrad von Flüssigkeiten.
W/O
Wasser in Öl Emulsion, fettreich.
WAS
Waschaktive Substanzen, seifenfreie Waschrohstoffe.